Über die Hälfte der Gesamtfläche Argentiniens sind naturbelassenes Weideland, das sich östlich der großen Gebirgskette, den Anden, bis zum Rio Uruguay und der Küste des Atlantischen Ozeans erstreckt. Zahlreiche Wasserläufe und Flüsse, die aus den Schmelzwassern des Hochgebirges versorgt werden, durchziehen und bewässern diese endlose, als „Pampa Húmeda“ bekannte, Feuchtebene. Ein gemäßigtes Klima mit ausgewogenen konstanten Brisen gewährleistet die ideale Verteilung der Niederschläge, und bildet damit wichtige Faktoren für dieses einmalige, großflächige Ökosystem auf der Welt.
Seit zu Beginn des 16. Jahrhunderts die Europäer Argentinien besiedelten, bildet die Viehzucht die wirtschaftliche Grundlage dieser Region. Die einheimischen Rinder wurden durch hochwertige europäische Rassen ersetzt, mit ihnen gekreuzt und veredelt. Dadurch wurde Argentinien zu einem der besten Viehzucht-Gebiete der Welt. Der Rinderbestand in diesem Raum beträgt ca. 55 Mio. Stück. Sie werden von „Gauchos“ gehütet, und leben das ganze Jahr über auf den unendlichen, von Umweltverschmutzung unbelasteten Weiden. Die riesigen Flächen und der hohe Nährwert der Naturweiden lässt auf den Einsatz von Düngemitteln und die Unterstützung der Aufzucht mit Hormonen oder anderen Futterzusätzen völlig verzichten.